01. März 2015

Brauttourismus

Brauttourismus

Die Suche nach dem passenden Brautkleid ist nicht unbedingt einfach. Die eine findet die Traumrobe ganz schnell und unerwartet, die andere benötigt etwas mehr Zeit oder vielleicht mehrere Läden. Jeder Mensch ist individuell. Aber wie sagt man: zu jedem Topf gibt es einen passenden Deckel.

Vor zehn Jahren war ich (Viktoria) genau um diese Zeit auf der Suche nach meinem Hochzeitskleid. Fünf Jahre später eröffneten wir die „edelweiss“ Boutique und somit konnte ich eine andere Perspektive der Brautkleidsuche kennenlernen.

Der Hochzeitswahn beginnt…

Die meisten Bräute stöbern bereits vorher wochenlang im Internet, auf Hochzeitsmessen oder in einschlägigen Brautmode-Zeitschriften nach Hochzeitskleidern. Aufgrund des Riesenangebots, das noch nie so groß war wie heute, sind sie dann oft völlig überfordert, bereits bevor sie ein Ladengeschäft betreten – am besten übrigens etwa 6 bis 8 Monate vor dem Termin! Und dann hängen noch etwa hundert andere tolle Modelle. Oder sie haben sich schon auf ein Modell versteift, dass ihnen in Natura jedoch leider nicht steht. Oder das Traummodell ist zu teuer. Die Qual der Wahl beginnt, kann aber mit professioneller Hilfe zu einem schönen Erlebnis werden.

Premiumberatung - abseits vom Brauttourismus

Ganz wichtig: sich Zeit lassen! Oder willst Du nicht eine ungestörte, exklusive First-Class-Beratung und größtmögliche Privatsphäre ohne „Laufkundschaft“ wie im Kaufhaus? Es soll sich ja schließlich nur um Dich drehen … Ja, das kann dann schon mal ein paar Stunden dauern. Oder eben mehrere Anläufe. Eine etwa zweistündige Anprobe ist übrigens nicht nur für die Braut ein kleiner Akt, sondern auch für das Verkaufspersonal. Nicht selten sind die Brautkleider schwer und zudem möglichst vorsichtig zu handhaben. Viele Brautmodengeschäfte nehmen daher eine Service-/Beratungsgebühr (meist zwischen 30 und 60 €), die dann letztlich aber mit dem Kaufpreis des Kleides verrechnet wird. Zu Recht, wie wir finden, denn der Zeit- und Personalaufwand ist groß. (Manchmal ist ja auch ein Gläschen Sekt inklusive.) Und stellt Euch nur viele Damen auf einmal vor, die sich regelrecht durch das komplette Sortiment, sogar nur aus Spaß ohne konkrete Kaufabsicht oder gar Hochzeitpläne probieren, aber Eure Zeit (und die der Verkäuferinnen) stehlen. Nur mit einem exklusiven Termin kommen echte Bräute in den Genuss einer wirklich persönlichem, intimen Verwöhn-Beratung mit uneingeschränkter Aufmerksamkeit – mit kleiner Gebühr für die Mühe, damit die Geschäfte auch weiterhin Brautkleider zu fairen Preisen anbieten können. Bei erfolgreicher Beratung zahlt man letztlich schließlich auch nichts drauf.

Die Brautjury

Das oft Schlimmste bei der Anprobe ist übrigens die mitgereiste Brautjury – nicht selten die halbe Verwandtschaft, wobei jeder einen anderen Geschmack hat. Nach unserer Erfahrung wirst Du als Braut am besten durch Deine Mutter, Schwester oder die allerbeste Freundin unterstützt. Sie versuchen aus Dir das Beste zu machen und ihre Meinung ist ganz sicher ehrlich gemeint.

Wir haben aber in unserer Praxis auch oft erlebt, wie sich Mutter und Braut während der Anprobe streiten, nur weil die Mutter der Meinung ist, dass die Spitze wie Omas Gardine aussieht oder das schlichte Kleid ist doch nicht für eine richtige Hochzeit geeignet! Am besten nimmst Du Begleitpersonen mit, die Deinen Stil verstehen und sogar mögen. Biete Deinen anderen Familienmitgliedern Dich zum zweiten Anprobetermin zu begleiten.

SAVI - Shoppingtipps zusammengefasst:

  •  Definiere Deine Stilrichtung durch Bilder, Inspirationen
  • Begebe Dich auf die Suche 6-8 Monate vor der Hochzeit, nicht früher!
  • Beschränke Dich auf 2 bis 3  ausgewählte Fachgeschäfte
  • Wochenende – Termine vermeiden (lieber einen Urlaubstag opfern)
  • Premiumberatung lohnt sich!
  • Maximal 2-3 Begleitpersonen, die Deinen Geschmack verstehen
  • Sei offen und vertrau den Experten

sanjavika

Sanja & Victoria